Surfpark Krefeld – oder was mit unserer Politik nicht stimmt

Länger habe ich hier nicht geschrieben, denn ich hatte andere Dinge, die drängender waren. Aber heute melde ich mich zurück (und will jetzt auch wieder häufiger schreiben). Aber es gibt nun ein Thema, das mir auf den Nägeln brennt:
Denn heute steht sie an: Die Entscheidung des Stadtrates in Krefeld zur Offenlage des Projekts Surfpark in Krefeld. Die Argumente sind ausgetauscht, die Parteien haben sich positioniert. Zumindest scheinbar. Und das ist jetzt vor allem auf den ersten Punkt, die Argumente, bezogen. Denn in der Tat war vieles, was da so lief, argumentativ schwach. Das begann schon damit, dass von Beginn an jede Art von inhaltlicher Kritik oder gar Nachfrage als Anschlag gewertet wurde. Wer nicht total überzeugt war, dass das Ding genau in der Form, in der es geplant war, das größte Ding für die Stadt Krefeld seit geschnitten Brot ist, der war ein Bremser, ein Ewiggestriger, ein Mensch ohne Phantasie und Zukunftsglaube. Dabei war oft das Gegenteil der Fall. Aber der Reihe nach, denn hier lesen sicher auch Leute, die nicht unbedingt wissen, worum es geht. Kurz gesagt: Die Stadt Krefeld hat einen Investor an der Hand, der am Naherholungsgebiet Elfrather See einen Surfpark bauen will. Das ist ein großes Becken auf einem zwei-Hektar-Areal, in dem auf künstlichen Wellen gesurft werden kann. Erst einmal: Was ist der „E-See“, wie er hier heißt? Es ist in der Tat ein (ziemlich großes) Baggerloch. Eigentlich sogar ein System von Baggerlöchern. Das größte, der Regattasee, wurde erweitert und ist heute eine beliebte Fläche für Segeln und Rudern. Unter anderem sitzt hier der CRC, einer der erfolgreichsten Rudervereine des Landes, der allein zu den Olympischen Spielen im vergangenen Jahr drei Athleten (bzw. eine Athletin, zwei Athleten) und eine Trainerin geschickt hat. Daneben gibt es den deutlich kleineren Badesee, der früher DAS Naherholungsgebiet Krefelds im Sommer war. Seit vielen Jahren ist hier aber eine (über-)große Population Wildgänse ansässig und die haben mit ihrem Kot dafür gesorgt, dass das Wasser keine Badequalität mehr hat. Das Gebiet muss also in jedem Falle aufgewertet werden, darüber gibt es keinen Streit. Nur das Wie ist die Frage. Und hier bringt die Stadt und besagter Investor eben den „Surfpark“ ins Rennen.

Regenbogenfarbene Einhörner grasen auf rosa Wiesen

Und WAS das für ein Surfpark ist. Hört man der Stadt und dem Investor zu, dann wird der Park Millionen Menschen nach Krefeld ziehen. Sie werden hier für einen Boom in der Gastronomie und dem Einzelhandel sorgen. Von den Steuern wird Krefeld jede Straßenlaterne mit Blattgold verkleiden können und noch was über haben. Und das Ding ist nachhaltig ohne Ende. Es wird zum Beispiel eine Recyclebare Folie verbaut und so weiter. Die Wellen sollen die schönsten überhaupt sein und eigentlich besser als auf Hawaii und es wird in der Tat gesagt, dass es dadurch klimaschonend sei, dass künftig Menschen nicht mehr in Urlaub fliegen würden, um zu surfen, sondern kurz mit dem ÖPNV nach Krefeld fahren und hier surfen. [sic!]. Ja, diese Passage ist überspitzt – aber viel weniger, als mancher unbedarfte Leser jetzt denken wird.

Schiffsschaukelbremser“ wollen lieber Ödnis

Nun muss ich sagen, dass ich zu Beginn durchaus offen für das Ding war. Ich hab gedacht und gesagt: „Keine Ahnung, was das ist und wie es funktioniert, aber ich schau es mir mal an.“ Ich war wirklich vergleichsweise unbedarft. Damals hatte ich meinen ersten Artikel zu dem Teil: Mit einer Bürgerinitiative, die vor allem aus Anwohnern besteht. Die hatten ein paar Fragen. Durchaus nachvollziehbare. Beispielsweise ob der Verkehr zu dem Park künftig durch ihre Straße geleitet werden soll – oder wie verhindert werden soll, dass solche Schleichwege entstehen. Es wurde gefragt, ob es ein Konzept gibt, dass ihnen nicht 24 Stunden die Grundstücke und Einfahrten zugeparkt werden, wie es mit Lärmschutz aussehe, was für Lichtemmissionen von den 24 Meter hohen Flutlichtmasten für sie ausgehen sollen und so weiter. Also nichts außergewöhnliches eigentlich. Sie sagten auch deutlich: Wir sind nicht dagegen, wir wollen nur wissen, was wirklich kommt. Sie haben sogar sehr konstruktiv mit der Stadt zusammengearbeitet. Von deren Seite hieß es immer: „Es ist nichts entschieden. Wir prüfen, wir machen Gutachten und DANN entscheiden wir, OB und wenn ja wie gebaut werden darf.“ Hört sich gut an. Aber kurz darauf kam dann raus, dass es im „Masterplan Elfrather See“, der zeitgleich erarbeitet wurde, um das Gebiet zu stärken, mehrere Varianten vorgesehen waren. Wenn ich es richtig erinnere deren fünf unterschiedliche. Und die Zahl derer ohne Surfpark? Man rät es schon fast: Null. Sieht so „ergebnisoffen“ aus?

Fragen über Fragen – aber wenige Antworten

Je mehr ich mich persönlich damit beschäftigt habe, desto mehr Fragen kamen mir. Die Verkehrssituation wurde reichlich optimistisch bewertet. Es gibt keine Konzepte für einen Rückbau beziehungsweise die Übernahme der Kosten. Es gibt keine Sicherheiten, wenn das Projekt doch nicht ganz so erfolgreich ist und der Investor vielleicht irgendwann die Finger hebt. Es wird immer gesagt: Die Stadt zahlt nichts. Aber weder die Straßen noch das Kanalnetz sind ausreichend und auch Strom kommt üblicherweise nicht per Flugbestäubung auf das Gelände. Heißt: Infrastruktur wäre zu erstellen und das würde wohl kaum der Investor an einer öffentlichen Straße machen. Allein die eine Zufahrtsstraße ist gut nen Kilometer lang (ich fahre sie regelmäßig mit dem Rad) und für starke Verkehre nur sehr bedingt geeignet. Achja, da fallt noch ein wichtiges Detail ins Auge: Die Besucherströme kommen natürlich auch aufgrund der idyllischen Lage. Ich kenne aber Golfspieler bei denen ich überzeugt bin: Mit dem zweiten Schlag ab dem geplanten Surfparkgelände würden sie ein Fenster in der (für Krefeld eigentlich viel zu großen) Müll- und Klärschlammverbrennungsanlage nebst den zu erwartenden Düften einzuschießen. Also so viel zu Idylle – je nach Windrichtung ist das gut wahrnehmbar. Kenne ich sehr gut, denn just auf der Wiese, die Surfpark werden soll, spiele ich seit rund 15 Jahren bis zu zweimal in der Woche Fußball.

Steuern sind was für Amateure

So und dann noch ein Detail, das ich bei so etwas ziemlich bedeutend finde: Bei einer Bürgerbefragung wurde einer der Projektverantwortlichen gefragt, ob er beabsichtige, in Krefeld auch Steuern zu zahlen. Nach mehrfacher Nachfrage ließ er sich dann zu der Aussage hinreißen, dass er das nicht garantieren könne, weil die Gesellschaftsstruktur und ihr Sitz noch nicht entschieden sei. Man nenne mich misstrauisch, aber wer VOR allen Entscheidungen, wo es wirklich darauf ankommt, den Stadtoberen den Mund wässrig zu machen, auch nur offen lässt, ob man Steuern zahlt, der hat nicht geringste Absicht, auch nur einen müden Euro abzudrücken. Das ist jedenfalls meine unmaßgebliche Meinung. Ich meine, man hätte ja sagen können: „Komische Frage. Wir machen das Projekt hier in Krefeld und die Stadt erhebt Gewerbesteuer auf alle ansässigen Unternehmen. Und wir werde selbstverständlich alle erhobenen Steuern zahlen.“ Wenn dann der Firmensitz eben auf Grand Cayman ist, oder in Luxemburg oder der NRW-Version davon – Monheim – dann kann man immer noch sagen: „Hups, naja, aber ich hab doch nie gesagt, dass der Firmensitz in Krefeld sei. Es wurden natürlich in der Folge keine Steuern der Stadt erhoben und wir haben alle gezahlt, die erhoben wurden (Null). War also keine Lüge. Blöd gelaufen“. Also ja, 10 Punkte für Ehrlichkeit. Aber -1000 für fehlendes corporate Citzenship.

Klima? Das ist doch das Ding auf das die Kids so abfahren, oder?

Immer mehr kam dann das Thema auf, was denn so ein Surfpark für das Klima bedeute. Immerhin hat Krefeld vor rund eineinhalb Jahren den Klimanotfall ausgerufen. Der besagt ganz deutlich, dass alle städtischen Investitionen auch und besonders auf ihre Klimaverträglichkeit hin zu prüfen sind. Unabhängig davon, was man davon inhaltlich hält so sollte es doch zur politischen Verlässlichkeit zählen, sich dann auch daran zu halten, oder?! Nun haben wir hier ein Projekt, bei dem ein Zwei-Hektar-Gelände zu rund 80 Prozent überbaut und versiegelt werden soll. Beton ist einer der größten CO2-Emittenten, die wir haben. Dazu laufen dort das ganze Jahr lang gigantische Pumpen. Die verballern – nach Angaben des Investors in den Gutachten – 3,4 Gigawattstunden Strom pro Jahr. Davon werden 1,1 GWh aus eigenen PV-Anlagen bedient. Macht dann noch 2,3 GWh, die einfach aus dem Stromnetz genommen werden. Die Gutachten zeigen auch deutlich: Das soll kein Ökostrom werden. Denn es wird ein CO2-Abdruck dafür angegeben und positiv erwähnt, dass der ja mit den Jahren besser werde, wenn der Anteil der Erneuerbaren im Strommix steigt. Heißt: Da soll einfach grauer Strom reingeballert werden. Ist ja auch günstiger. CO2? Was kostet die Welt?! Immerhin geht es hier um Stadtentwicklung und da muss das doofe Klima sich halt mal (wieder) hinten anstellen. Kennt man ja.

Verlässliche Politik – ich liebe es!

Und hier zeigt sich ein Muster. Die Politik hat sich seit Fridays for Futue fast durch die Bank – mit Ausnahme einer kleinen braunen, Verzeihung blauen, Splitterpartei (mit viel zu vielen Wählern) – durch die Bank Klimaschutz auf die Fahnen geschrieben. Allein: Kohleausstieg, Verkehrswende oder nur ne versch****** Steuer für Kerosin? Fehlanzeige. Und das funktioniert halt auch im Kleinen. In den Diskussionen kam irgendwann mal die Frage auf, wie denn das mit den Emissionen so sei. Immerhin hat Krefeld ja besagten Klimanotfall und es wurde von einigen Leuten viel Energie investiert, um Erneuerbare zu fördern und CO2 einzusparen. Unter anderem gibt es nun eine große Initiative, öffentliche Dächer mit PV auszustatten. Dafür wurde über ein Jahr hart gearbeitet. Nun, der Surfpark verbraucht mehr als doppelt so viel Netzstrom wie all diese Anlagen zusammen erzeugen. Damit sind alle Anstrengungen im schlimmsten Fall mit einem Federstrich um das doppelte ausgewischt. Nun stehen die Klimaschützer da und schreien Zeter und Mordeo – und die Antwort ist im Prinzip, frei übersetzt: „Was wollt Ihr denn? Wir haben vor Eineinhalb Jahren ein Lippenbekenntnis abgegeben und jetzt sollen wir auch noch was tun? How dare you?!“

1000 Zwei-Personen-Haushalte

Um das Ganze mal in eine Größenordnung zu packen: Der Stromverbrauch entspricht 1000 Zwei-Personen-Haushalten. Heißt: Der CO2-Ausstoß entspricht knapp einem Prozent des privaten Verbrauchs für Strom in der gesamten Stadt. Dazu kommt dann noch Energie für die Heizung des Wassers und der Gebäude. Hier wird nun ein kleiner Taschenspielertrick angewendet. Die direkt nebenan liegende MKVA erzeugt ja Wärme. Die soll als Fernwärme genutzt werden. Angeblich CO2-Neutral. Nun wird dort der Hausmüll aus Krefeld (und einigen anderen Kommunen, sogar aus Italien oder London wird Müll importiert!) verbrannt. Trotzdem gilt der Strom als „grün“. Warum? Nun, ganz einfach: Der Biogene Anteil beträgt knapp über 50 Prozent. Heißt: Krefelder trennen nicht so gut und packen viel zu viel Biomüll (also Küchenabfälle) in den Restmüll. So viel, dass es über die Hälfte der Masse ausmacht. Der wird verbrannt und damit gilt das tatsächlich als Bio. Doof nur: Küchenabfälle sind nass und brennen darum eher so semi. Darum werden jährlich rund eine MILLION Liter Öl in das Feuer gepumpt, damit es überhaupt brennt. Der CO2-Abdruck des verbrannten Mülls aber ist so groß, dass selbst diese gigantische Menge Öl (immerhin ein Tank mit einer Kantenlänge von zehn Metern) da kaum ins Gewicht fällt. Diese „grüne“ Wärme wird dann für den Surfpark genutzt. Schöne neue Öko-Welt.

Aber die Chinesen…

Nun sind das natürlich Zahlen, die trotz allem im globalen Kontext eher überschaubar sind. Und so kommt von den Befürwortern natürlich das altbekannte „jaja, schaut mal nach China. Wenn die so weiter emittieren können wir doch eh machen, was wir wollen.“ Dieses Argument ist totaler Unsinn. Und zwar aus vielen Gründen. a) Es ist klassischer Whataboutism oder, um es Deutsch zu sagen, ein Strohmannargument. Wenn ich mit 80 aus der Spielstraße gewunken werde sag ich doch auch nicht zum Polizisten „Stell Dich nicht so an, gestern war hier ein illegales Straßenrennen mit 200 Sachen“. Möglich, macht meinen Verstoß auch nicht geringer. Oder wenn ich das Nachbarskind missbrauche wird das doch auch nicht okay mit dem Argument „Hey, kümmert Euch erstmal um die katholische Kirche. So lange ist meins ja wohl eine nichtige Sache.“ Nein, jeder dieser Fälle wird zurecht geahndet. Und auch wenn ich gesehen werde, wie ich meinen Müll in den Park kippe, krieg ich ein Ticket vom Ordnungsamt – egal wie viele andere Leute es tun. Da findet es auch jeder okay. Hier erleben wir aber dann die Tragik des Allgemeinguts in Reinkultur. Die Atmosphäre ist für alle da und wer weniger rein kippt, der hat daraus keinen unmittelbaren Vorteil. Darum pumpt jeder rein was geht, bis das ganze System kollabiert. Diese „Overshoot“-Problematik ist leider an vielen Stellen zu sehen.
b) China unternimmt derzeit große Anstrengungen im Klimaschutz. Übrigens nicht aus hehren Erwägungen, sondern weil sie – im Gegensatz zu uns – verstanden haben, dass Ressourcen knapp sind und damit immer teurer werden. Effizienz, Subsistenz und geschlossene Stoffkreisläufe sind damit perspektivisch – und wir reden hier eher von 10 als 100 Jahren – ein bedeutender (wirtschaftlicher) Vorteil. Und wir reden hier von fast allem: Öl, Kohle (also Energie), Baustoffen, Metallen oder auch Nahrungsmitteln. Ja, Chinas Energieverbrauch steigt. Aber deutlich weniger als das Wirtschaftswachstum. Das ist hier ganz anders.
c) Der chinesische pro-Kopf-verbrauch von CO2 entspricht ungefähr der Hälfte des Deutschen. Es ist also so, als würde der reiche Fabrikbesitzer, der jeden Monat zigtausend Euro ausgibt, dem armen Arbeiter sagen, er sei Schuld an immer mehr ausuferndem Konsum. Nur, weil es eben viel MEHR arme Arbeiter gibt und die damit in der Summe natürlich mehr konsumieren.

Generell ist es doch so: Vergleichen wir mal das Weltklima beziehungsweise die Atmosphäre mit einer Badewanne. Die darf auf gar keinen Fall überlaufen. Nun ist das Ventil des Zulaufs kaputt und das Wasser strömt mit voller Power da hinein. Der Abfluss (in dem Fall die Regenerationsfähigkeit des ganzen Planeten) hat eine geringere Kapazität als allein dieser Zulauf. Wir sollten also ALLES daran setzen, den Zulauf zu reparieren und den Wasserstrahl zu verringern. Denn wir wissen genau, dass es zur Katastrophe kommen wird (stellen wir uns vor, ein kompletter Serverraum, an dem unsere Existenz hängt, würde überflutet, wenn die Wanne überläuft.) und können sogar relativ exakt berechnen, wann. Nun stehen wir also da und einige Leute versuchen verzweifelt, das Ventil zu tauschen. Andere aber wollen lieber an dutzenden Stellen weitere Rohre bauen, mit denen sie zusätzliche (kleine) Wassermengen einleiten. Die Rohre liegen nun auch noch so, dass man an das Hauptrohr gar nicht ran kommt. Und auch wenn jedes einzelne der kleinen Rohe wenig Wasser einleitet: Die Summe ist sogar mehr als das große Hauptrohr. Ein solches kleines Rohr ist der Krefelder Surfpark. Und genau das ist, warum wir im Klimaschutz auf Sicht keine Erfolge erzielen werden. Es wird immer gesagt „Jaja, Klima ist wichtig“. Auch von der Politik. Aber jeder definiert für sich in seinem Leben 1000 kleine und große Ausnahmen, warum in bestimmten Punkten eben andere Dinge wichtiger sind. Der SUV muss sein weil… Gründe. Das 600 Gramm Tomahawk-Steak ist ja nur hin und wieder. (An normalen Tagen ist es „nur“ ein 250-Gramm Schnitzel oder Rumpsteak oder so), die Flugreise nach XY ist ja nur einmal im Jahr und und und. Und das setzt sich eben auch im Großen fort. Eine Entscheidung für den Surfpark wäre der ausgestreckte Mittelfinger für alle Jugendlichen, die hoffen, auch in 50 Jahren noch gut leben zu können. Das hat – natürlich nicht direkt auf dieses Projekt bezogen – auch das Bundesverfassungsgericht bestätigt, als es urteilte, dass das „Klimapaket“ der (alten) Bundesregierung gegen die Verfassung verstößt. Übrigens spielt hier im Bund wie in Krefeld die SPD eine reichlich unrühmliche Rolle. Klimaschutz scheint für sie etwas zu sein, das man nur dann macht, wenn es wirklich gar nichts verändert und einschränkt. War ja auch auf Landesebene z.B. mit Gartzweiler so. Übrigens mit Unterstützung der Grünen…

Die Logik ist auf Urlaub

Doch nicht nur der Bau selbst ist klimatechnisch kritisch zu sehen. Auch die gesellschaftlichen Auswirkungen sind vermutlich weit weniger nachhaltig, als behauptet wird. So sagen die Investoren, dass der Park allein dadurch nachhaltig sei, dass passionierte Surfer nun nicht mehr in den Urlaub flögen, sondern eben zum Surfpark kämen. Zugleich sprechen sie davon, dass es den Markt noch gar nicht gebe, dass sie aber vor allem männliche Singles in den 30ern davon überzeugen wollen, ihren Park zu nutzen. Sie wollen also nach eigener Aussage die Zahl der Surfer erhöhen. Nun ist das schon ein gewisses Missverhältnis zur Aussage oben drüber, aber schauen wir uns das ganze mal näher an. Surfer sind selten, also ziehen wir einen Vergleich: Viele Leser dieser Zeilen werden statistisch gesehen sehr gern skilaufen. Nun stellen wir uns vor, ein Mensch, der seit 20 Jahren jedes Jahr in den Winterurlaub fährt, der dort die Natur in den Bergen, frische Luft, Sonne, After-Ski und was der Dinge mehr sind für zwei Wochen genießt, soll stattdessen in die Skihalle Neuss. Dazu kommt: So ein Skiurlaub all inclusive ist durchaus für deutlich unter 1000 Euro für ne Woche zu bekommen. Dafür bin ich dann vielleicht 5 Stunden am Tag auf der Piste. Mit allem drum und dran, hab Hotel, Essen und so weiter. Für die gleiche Zeit in ner Halle zahle ich mehr, habe aber das ganze Urlaubsflair nicht. Und auch Essen etc. kommt drauf.
Und nun übertragen wir das auf den Surfpark. 50 bis 60 Euro zahle ich da – je Stunde. Macht für nen Tag mit 5 Stunden dann zwischen 250 und 300 Euro. Rechnen wir nun eine Woche, dann sind das zwischen 1750 und 2100 Euro. Dafür habe ich noch nichts gegessen, keine Unterkunft, gar nichts. Ich habe keinen Strand, keine Beachparties, kein Urlaubsflair. Sondern im allerbesten Fall ein Zelt neben ner Müllverbrennungsanlage. Frage: Wie viele Surfer genau werden das doppelte zahlen für weniger Leistung und das in Krefeld? Ich wage die Prognose: Keiner. Nicht ein einziger Flug wird dadurch wegfallen. Im Gegenteil! Was passieren könnte ist, dass Menschen, die sonst niemals zum Surfen kommen, angefixt werden, es hier in der Nähe zum Wohnort ausprobieren, es mögen und dann das RICHTIGE Surfen auf dem Meer ausprobieren wollen. Wenn überhaupt wird also – meiner bescheidenen Meinung nach – die Zahl der Flüge durch den Park steigen. Und so gibt es eben sehr viele Argumente, die man beachten sollte.

Die Mär von der Stärkung der Stadt

Dazu zählt auch der „Impuls für die Stadt“. Idealerweise sollen die Besucher über die A57 anreisen. Die läuft östlich an Krefeld vorbei und schneidet das Stadtgebiet in der Peripherie. An der Abfahrt Gartenstadt kann ich, wenn wir mal ne Anreise von Süden annehmen, entweder links abbiegen. Dann komme ich über einen gut ausgebauten Zubringer nach etwa sieben Kilometern (je nachdem, wie ich fahre) in die Innenstadt. Oder ich biege rechts ab. Dann sind es rund zweieinhalb Kilometer zum designierten Surfpark. Auf dem potentiellen Weg vom Surfpark in die Stadt komme ich also an der Auffahrt VORBEI, wenn ich in die Innenstadt will. Es ist der einzig sinnvolle Weg. Nun: Wie viele Menschen von Außerhalb werden wohl nach Krefeld rein fahren, die Gastronomie, Hotelerie und den Einzelhandel der Stadt stürmen? Übrigens: Definiertes Einzugsgebiet sind NRW und in Teilen die BeNeLux-Staaten. Anreisezeit ohne Stau: bis zu drei Stunden oder 200-300 Kilometer. Heißt in der heutigen Zeit: Tagesausflug. Nun, wir haben hier einen Einzelhändler, der extrem progressiv ist: Christoph Borgmann. Er betreibt das größte Sportartikelgeschäft der Stadt. Gerade hat er verkündet, dass er trotz Pandemie für eine solide sechsstellige Summe sein Geschäft renoviert und ausbaut. Darüber gab es einen großen Zeitungsartikel. Er spricht darin von Laufen, von Walken und ähnlichen Outdooraktivitäten. Das Wort surfen kommt in diesem sehr großen Artikel genau NULL Mal vor. Der wohl visionärste Einzelhändler der Stadt, der in exakt diesem Bereich aktiv ist, scheint also die Chancen durch den Surfpark eher so semi einzuschätzen. Also auch hier: Viele schöne Worte, allein, bei genauem Hinsehen bleibt irgendwie von den „Impulsen“ wenig über.

Projekt beerdigt?

Wie geht es aber denn nun weiter? Heute steht wie gesagt die Ratsentscheidung zur Offenlage an. Danach ginge das Procedere seinen Gang. Zwar gibt es durchaus noch Schritte, die die Gegner ergreifen können und wollen – auch unterschiedliche juristische – aber aktuell geh es um die Politik. Die Grünen haben sich jetzt immerhin nach langen, langen Diskussionen dazu durchgerungen, gegen das Projekt zu stimmen. Die SPD preist es als den ganz großen Wurf an, der Krefeld gefühlt bis Ostern aus dem gerade überwundenen Nothaushalt auf eine Stufe mit mindestens München katapultiert, die FDP ist eigentlich ziemlich ideenlos und findet einfach nur, private Kapitalgeber sollten halt wie immer machen dürfen was sie wollen. Die Kleinparteien sind, mit Ausnahme der oben genannten blau/braunen, geschlossen dagegen. Schlägt also die große Stunde der CDU. Und hier muss ich sagen: Wenn das, was am Mittwoch verkündet wurde, wirklich durchgezogen wird, dann Hut ab! Sie wollen zustimmen, knüpfen das aber an Bedingungen. Die sind sämtlich für jeden Stadtbewohner nachvollziehbar, ja selbstverständlich. Unter anderem soll der Investor eine Bürgschaft beibringen, die den irgendwann notwendigen Rückbau abdeckt. Er soll für eventuell im Boden gefundene Giftstoffe für die Entsorgung aufkommen und er soll sich an den Ausbauten der Infrastruktur beteiligen. Außerdem soll das Gelände über eine Erbpacht abgegeben werden. Heißt: Die Kosten steigen durch die Pacht, die Bürgschaft wird er bei einem Projekt dessen Erfolg so fraglich ist, von keiner Bank bekommen und in Anbetracht der Tatsache, dass ein Spiegelartikel aus den 70ern, der umging, ziemlich nahe legt, dass zumindest damals dort wirklich Giftstoffe im Boden waren, ist allein dieser Punkt potentiell mit Kosten im zwei- bis dreistelligen Millionenbereich zu veranschlagen. Heißt: Die Wahrscheinlichkeit, dass er zu diesen Bedingungen abwinkt, ist hoch. Zumal eben noch mit rechtlichen Schritten der Gegner zu rechnen ist, die im besten Falle für ihn eine deutliche Verzögerung brächten. Damit hat die CDU mit einer Unterstützung des Projektes zu Bedingungen, denen wohl auch der größte Befürworter in der Stadt zustimmen muss, ein Prestigeobjekt des SPD-Bürgermeisters final verhindert. Politisch ziemlich großes Kino. Klar, auch ihnen geht es nicht um Klimaschutz oder Nachhaltigkeit. Aber manchmal zählt eben einfach auf dem Platz. Und da ist das Ergebnis eines vermutlich rein politisch motivierten Aktes verbesserter Klimaschutz.

Gute Chancen für ein gutes Resultat – doch Fragen bleiben

So bleibt es meiner Einschätzung nach bei der einzig richtigen Entscheidung am Ende: Kein Surfpark. Dass dies mit Regeln oder Bedingungen geschieht, die jeder normal denkende Mensch als Selbstverständlichkeit erachten würde, lässt aber tief blicken. Unsere Wirtschaft ist so sehr daran gewöhnt, dass Gewinne privatisiert, Verluste und Risiken (auch solche für das Klima) aber sozialisiert werden, dass ein Projekt, bei dem das mal nicht der Fall ist, oft keine Chance hat. Darüber sollten wir gesellschaftlich reden – und uns auf andere Dinge konzentrieren, die auch ohne solche verdeckten Zuschüsse klappen. In Krefeld gibt es seit dieser Woche zum Beispiel das Stuntwerk. Eine große Industriehalle wurde hier mit relativ geringen Investitionen und vor allem wenig Ressourceneinsatz, zu einer Boulderhalle umgebaut. An die etwas verstärkten Wände wurden Klettergriffe geschraubt. Auf dem Boden liegen weiche Matten und es gibt noch ein paar weitere Klettergeräte und einen Trainingsparcours analog der RTL-Show Ninja Warrior und eine tolle Kinderabteilung. Betrieben wird das ganze mit reinem Ökostrom und es kostet 13 Euro für Vollzahler – am TAG. Das sind die Freizeitangebote des 21. Jahrhunderts. Das werde ich definitiv zeitnah ausprobieren und kann mir vorstellen, auch regelmäßiger Nutzer zu werden. Den Surfpark würde ich, wenn er gebaut werden sollte, mein Lebtag nicht einmal betreten. Zumindest nicht als Zahler zum Surfen (kann ja sein, dass es mal andere Veranstaltungen gibt, wer weiß). Wenn wir dann technische Lösungen finden, dass wir unsere Energie in fast unbegrenzter Menge regenerativ herstellen, durch PV, Wind, Kernfusion oder andere Dinge, sie auch speichern können und uns um Klima keine Sorgen mehr machen müssen, dann können wir auch wieder surfen, Skifahren, dreimal im Jahr Langstrecke in Urlaub fliegen oder ähnliche Dinge machen. Bis dahin sollten wir so etwas, zumal wenn es nur einer kleinen finanziellen Elite zu Gute kommt (denn 50 Euro pro Stunde sind bei durchschnittlich 62 Euro, die der Krefelder statistisch pro Monat für Freizeit zur Verfügung hat, eben zu viel), einfach mal lassen. Ist jedenfalls meine Meinung. Also, liebe CDU: Bleibt bei Euren Bedingungen in jedem Fall hart! Die Gründe sind nur bedingt richtig – auch wenn die Risiken für Krefeld auch ein starkes Argument gegen den Park sind – aber das Ergebnis passt. Sogar wenn der Investor trotzdem einschlägt wäre das Projekt für Krefeld dadurch sehr viel besser und ungefährlicher, als noch vor zwei Tagen. Klimamäßig wäre es immer noch eine Katastrophe, aber immerhin. Man darf aber eben durchaus hoffen, dass die Bedingungen unerfüllbar sind. Also: Chapeau, CDU Krefeld!

Aktualisierung: Zwei Schritte vor – mindestens einen zurückgekehrt

Nun muss ich, am Tag nach der Sitzung, doch noch ein paar Zeilen hinzufügen. Denn leider ist die CDU in der Sitzung nicht, wie ich gehofft hatte, hart geblieben und so lasse ich die Worte oben zwar stehen, muss sie aber hier zum Teil (auf die CDU bezogen) zurücknehmen. Um zu einer Einigung zu kommen wurde nun vereinbart, dass ein möglicher Fund von Giftstoffen im Boden nicht vom Investor bezahlt werden müsste. Denn die Kosten sollen auf die Erbpacht angerechnet werden. Also sozusagen: Über Mietminderung zahlt der Vermieter. Begründet wurde das (von SPD-Fraktionsvorsitzendem Benedikt Winzen) damit, dass die Stadt ja nun Eigentümerin der Fläche und mithin verantwortlich sei. Das stimmt zwar, aber es ist sozusagen eine Eventualverbindlichkeit, die normalerweise nie zu einer realen Belastung führen würde. Erst durch die Tatsache, dass jemand ein großes Loch buddeln will, würden diese Kosten entstehen. Damit darf sich der Krefelder Steuerzahler, wenn Zeitungsartikel aus der Zeit, in der die Fläche aufgeschüttet wurde, nicht total an den Haaren herbeigezogen sind (Neben dem Spiegel berichtete auch die WZ von einer „wilden Müllkippe“, die auch die lokale Wirtschaft gern nutzte – nach den „Umweltschutzvorstellungen“ der 70er und frühen 80er Jahre), auf Millionenkosten für Entsorgung belasteten Bodens freuen. Nun mag mancher sagen: Recht so. Ist ja städtisches Gelände. Wie Herr Winzen eben. Nur gilt das auch für die Niepkuhlen und verschiedene andere Flächen in der Stadt. Die Niepkuhlen sind in Naturschutzgebiet, das ein ziemlich einmaliges Ökosystem für die Gegend beheimatet. Und das nun verlandet und austrocknet. Viele Vogelarten der roten Liste sind gerade dabei, abzuwandern, weil sie keine guten Brutbedingungen mehr finden. Gerettet werden könnte es durch eine fachmännische Ausbaggerung. Die aber wird nicht vorgenommen, da in vergangener Zeit Abwässer der Textilindustrie in das Gebiet geleitet wurden. Damit enthalten die Böden Schwermetalle und so weiter. Die Entsorgung wäre zu teuer. Darum sollen die Niepkuhlen „sterben“. Wir haben also auf der einen Seite ein extrem beliebtes Naherholungsgebiet, das den gesamten Norden Krefelds auszeichnet. Ein Habitat für seltene Arten das Tausende Menschen (bei gutem Wetter) am Tag für Spaziergänge nutzen. Eins, das für gutes Mikroklima sorgt, das eine CO2-senke ist und so weiter. Das lässt man mit Verweis auf die Kosten „sterben“. Ein Investor auf der anderen Seite, der rein privates Kapital auf Krefelder Grund erwirtschaften will und, wie oben dargestellt, vermutlich nichtmal Steuern zahlen will, muss aber natürlich vor unliebsamen Überraschung geschützt werden. Ist das für Menschen, die angeblich zum Wohle aller Krefelder arbeiten, nicht ein krasses Missverhältnis?! Wir haben in Deutschland Vertragsfreiheit und natürlich ließe sich in den Vertrag rein schreiben, dass die Fläche gekauft (bzw. gepachtet) wie gesehen ist und dass keine Giftstoffe bekannt sind, dass aber, sollten sie doch auftauchen, der Investor allein für die Entsorgung haftet. Warum soll der Steuerzahler hier, mal wieder, das Risiko tragen!? Warum sagt man nicht: Wenn Ihr nicht grabt gibt es nichts zu sanieren. Wenn Ihr graben wollt: Euer Ding, Euer Risiko?! Dass dann bei den Sicherheitsleistungen noch eine relativ schwammige Formulierung aus dem Kompromiss zwischen CDU, SPD und FDP kam, macht die Risiken auch nicht geringer. Also am Ende, genauso deutlich formuliert wie oben: Shame on you, CDU. Ihr wart auf nem vernünftigen, nicht guten, aber doch vernünftigen, Weg. Jetzt ist es wieder derselbe Murks wie vorher. Schade für Krefeld, schade für das Klima, schade für die Glaubwürdigkeit der Politik.

10 Kommentare zu „Surfpark Krefeld – oder was mit unserer Politik nicht stimmt

  1. Genau so sehen es viele Bürger und wie so oft fühlen sich die Verantwortlichen persönlich angegriffen, wenn man Einwände hängt. Der E. – See ist ein Naherholungsgebiet und soll für die Krefelder Bürger sein. Ich war als Kind jeden Tag im Sommer dort, da konnte man auf der Regattastrecke noch mit dem Gummiboot fahren, schwimmen etc. dann kam der Badesee, auch tagtäglich dort, mit Beachvolleyball, Fusball, Federball, ein toller Abenteuerspielplatz etc. super schön, dann kamen die Wildgänse und wie immer wurde von unseren Stadtvätern nur zu geschaut. Der Erholungs, – und Freizeitwert seit Jahrzehnten dahin. Der Spielplatz ist weg, warum sollte man ihn auch erhalten? Komnt ja niemand mehr und jetzt wird der Berwich, wo auch ich immer hin gehe, zum Inliner fahren, Drachen steigen lassen, Fußball spielen etc. auch noch platt gemacht für einen Sport, den kaum einer betreibt, auf jeden Fall kaum ein normal verdienender Arbeiter in Krefeld, hier sind die Löhne eh schon geringer als anderswo und ein Nutzen hat nicht das breite Publikum. Es ist unverschämt, dass wir über Steuern als Bürger für dieses Ungetüm mitbezahlen sollen, wie bei der Entsorgung für Atommüll etc. Verluste Kosten immer auf den kkeinen Mann verteilen, Gewinne schön selbst einsacken. Ist es den Politikern schon mal in den Sinn gekommen, das der „unmündige“ Bürger keine Lusr mehr hat, immer die Zeche zu zahlen. Ich bin über alle Maßen enttäuscht, die Stadt sollte endlich den Badesee wieder nutzbar machen. Jeder Krefelder fährt zum Schwimmen, Saunen, Gastro etc. in kleinere oder größere Nachbarstädte, da das Stadtmarketing hier ständig versagt und alles schöne kaputt macht. Und es ist nie Geld da, wenn Firmen ihre Steuerschuld immer damit aushebeln können, weil sie woanders ihren Hauptsitz haben, werden die Kassen immer leer sein und bleiben. Auch das ist so ein Ding, bei dem ich null Verständnis habe, diese Lücke muss geschlissen werden, auch liebe Politiker, wenn ihr schön fett in deren Aufsichtsräten und/ oder Vorständen sitzt und dort noch mal Geld abgreift. Es sollte endlich der Nagel tief genug eingeschlagen werden, Vermögenssteuer usw. greift endlich auch wieder den Multireichen in due Tasche, es ist schon unverschämt, dass diese keinerlei moralische Verpflichtungen den Menschen gegenüber aufbringen, deren Arbeitskraft und oftmals Minilohn, deren Lebensstandard erst ermöglicht.
    So, ich könnte noch unzählige Zeilen schreiben und meinen Unmut kundtun. Ich mlchte diesen Surfpark nicht. Kann ich die Stadt und das Land verklagen, sollte es, was jetzt schon offensichtlich ist, dieser Park scheitern. Ich trage dieses Projekt nicht mit und bezahle auch nicht für eine Boden Aufwertung, deren Verseuchung ich nicht verursacht habe. Punkt, ich bin sooooo sauer, dass dieses Projekt, trotz dieser Umweltunverträglichkeit, von der Stadt getragen wird. Ich war mal stolz auf unsere Stadt, das ist lange her

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    1. Danke für die Antwort. Ja, im Prinzip ist ja Vieles davon, was ich auch schrieb. Am Ende ist der Surfpark eben ein Projekt, das sehr wenigen zu Gute kommt, bei dem die Stadt Risiken auf sich nimmt und wenig Aussicht auf Erträge hat. Gewinne Privatisieren, Verluste oder Risiken sozialisieren. So läuft es halt oft. Am Ende fehlt aber vor allem der Blick darauf, was solche Projekte ausmachen, wenn wir vom Klima reden. Und dazu gibt es sogar ein Urteil des Verfassungsgerichts. Wenn auch natürlich nicht explizit auf Krefeld bezogen.

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  2. Bin durch einen Link von FFF KR eher zufällig auf Ihren Block mit dieser umfänglichen Darstellung gestoßen. Danke für diese positionierte Ausführlichkeit!!! Ich werde den Link vielen Sympathiesanten*innen zukommen lassen. Kann nachvollziehen, dass die RP Sie nicht kommentieren läßt ;-).
    Norbert Sinofzik, Uerdingen

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    1. Vielen Dank! Allerdings hat das Kommentieren bei der RP damit nichts zu tun. Es steht einfach „dienstgradmäßig“ nur dem Lokalchef zu. Andere kommentieren nicht. Trifft also nicht nur mich 😉 Aber dafür kann ich es hier tun, in aller Ausführlichkeit und ganz so, wie ich es möchte – auch in der Art und mal ein bisschen flapsig. Das ginge bei der Zeitung ohnehin nicht 😉

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